Was ist seit Jahrhunderten ein Schatz für die Könige und heute sogar seltener als ein neuer Ferrari? Die Antwort lautet: eine Eiderdaunendecke!

Eiderdaunen sind so selten, weil sie die einzigen Daunen sind, die von lebenden Wildvögeln stammen. In Island werden jedes Jahr nur 2,5 t geerntet.

Die Eiderente (lat.: Somateria mollissima) ist eine arktische Vogelart. Im Frühjahr kommen die Eiderenten vom hohen Meer an die Küste, wo sich ihre Brutgebiete befinden.

Die Weibchen polstern ihre Nester mit 17 Gramm ihrer grauen, sehr leichten und feinen Daunen aus, die sie sich aus der Brust zupfen. Die Wildvögel legen 4 bis 5 große grünlich-graue Eier und fliegen nach der Brutzeit mit ihrem Nachwuchs wieder auf das Meer zurück.

Eiderenten sind seit über hundert Jahren in Island gesetzlich geschützt. Ihre Daunen werden nur von den erwachsenen Weibchen geliefert. Deshalb ist das Material voll entwickelt und gleichmäßig ausgebildet. Das Ernten der Eiderdaunen beruht in Island auf einer tausendjährigen Tradition und hat sich zu einem umweltfreundlichen und nachhaltigem Wirtschaftszweig entwickelt – einer wunderbaren Symbiose zwischen Menschen und Wildvögeln.